Selbstmanagement: Nutzen Sie ToDo-Listen!

ToDo-Listen entlasten Ihr Denken

So einfach es klingt: Schreiben Sie sich Ihre Arbeitsaufgaben auf! Mit einer klassischen ToDo-Liste behalten Sie Ihre Ziele im Blick und entlasten Ihren Arbeitsspeicher im Gehirn.

Der sogenannte Zeigarnik-Effekt besagt, dass man sich an unterbrochene Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene Aufgaben. Der Grund dafür ist, dass die unerledigte Aufgabe das Gehirn weiter beschäftigt und dadurch das Gedächtnis begrenzt. Mit diesem Effekt beschäftigten sich in jüngerer Vergangenheit auch Roy Baumeister und EJ Masicampo von der Florida State Universität. Bei einem ihrer Experimente durften die Versuchspersonen die unerledigten Aufgaben auf einer ToDo-Liste notieren. Dabei stellten sie fest, dass das Aufschreiben denselben Effekt hatte, als hätten sie die Aufgabe schon erledigt – sie hatten den Kopf frei für andere Gedanken.

Das Aufschreiben per Hand spielt auch eine wichtige Rolle. Der Tastsinn und das Formulieren der aufzuschreibenden Aufgabe unterstützt das Gedächtnis während das Tippen in einen Laptop oder Smartphone nicht die Erfolge erzielt.

ToDo-Listen motivieren Sie

ToDo-Listen wirken psychologisch wie ein externer Arbeitsspeicher. Wir können uns ohne gedankliche Ablenkung voll auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren. ToDo-Listen haben noch weitere Vorteile:

  • Der Überblick bleibt im wahrsten Sinne des Wortes erhalten – wir „sehen“ alle Aufgaben.
  • Erledigte Aufgaben werden entsprechen gekennzeichnet – es motiviert uns wenn wir einen Haken setzen oder durchstreichen können.
  • Wir haben eine höhere Ausführungsdisziplin – wir fühlen uns verpflichtet die Aufgabe zu erledigen, sie steht ja auf der Liste.
  • Wir können die Liste auch als Dokumentation unserer Arbeit verwenden.

5 Tipps für das Führen von ToDo-Listen:

  • Erstellen Sie Ihre ToDo-Liste am Abend zuvor.
  • Notieren Sie sich nur Aufgaben für einen Arbeitstag.
  • Übertreiben Sie nicht mit dem Aufschreiben von Aufgaben. Halten Sie sich an die 1-3-5-Regel: Die besagt, dass die wichtigste Tagesaufgabe ganz oben steht – der größte Brocken. Dann folgen 3 wichtige Aufgaben, die ebenfalls erledigt werden sollten. Schließlich folgen 5 weitere Aufgaben, die Sie abarbeiten sollten aber nicht müssen. So bleibt die ToDo-Liste übersichtlich und kompakt.
  • Schreiben Sie in Stichpunkten.
  • Wenn möglich, schreiben Sie die benötigte Zeit ebenfalls auf. Planen Sie großzügig, zum Beispiel mit der 60-20-20-Regel: 60% Arbeitsaufgabe, 20% Unerwartetes, 20% Socializing.

Probieren Sie es aus und viel Erfolg dabei!

In einem Zeitmanagementtraining werden noch mehr Methoden für das Selbstmanagement trainiert.

Ihr Team von Lernen mit Aussicht®